Entdecken Sie das Leonberger Glemstal

Das Glemstal und seine Vielfalt

Bildquelle: Glemstalradweg bei der Fleischmühle. Baden-Württemberg. Foto/Urheber: Harke

Bildquelle: Glemstalradweg bei der Fleischmühle. Baden-Württemberg.
Foto/Urheber: Harke

Abwechslungsreich, malerisch, romantisch – das Glemstal lässt sich mit mindestens so vielen Worten beschreiben, wie es verschiedene wildlebende Tierarten beherbergt. Vom Reh und Wildschwein bis hin zum Eichhörnchen und zur Feldmaus bietet das Glemstal für die heimische Tierwelt ein sicheres Zuhause. Das Ökosystem rund um die Glems beherbergt neben den zahlreichen Tieren auch viele Pflanzenarten. Der Naturschutzbund NABU in Stuttgart mit inzwischen 1500 Gruppierungen zählt zu den größten Naturschutzorganisationen Deutschlands.

Der NABU Leonberg informiert auf seiner Homepage über aktuelle Projekte, Termine, Exkursionen und Vogelsichtungen rund um die Glems. www.nabu-leonberg.de

Die wunderschönen Wanderwege Leonbergs

„Das Wandern ist des Müllers Lust“ – dies erkannte schon im 19 Jahrhundert der deutsche Dichter Wilhelm Müller, weit bevor das Wandern durch angesagte Arten wie Nordic Walking, Geocaching oder Wander-Apps die breite Masse erreichte.

Wandern in seiner ursprünglichen Form diente der Aufklärung und der Entdeckung. Naturbegeisterte Menschen gingen hinaus, um die Schönheit und Vielfalt der Natur zu entdecken. Diese Naturverbundenheit prägt auch bis heute unser Anschauungsbild vom Wandern. Egal zu welcher Jahreszeit, die Natur bietet immer etwas Sehenswertes, um es zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden.

Der wohl bekannteste Wanderweg ist der Glemsmühlenweg. Dieser führt vorbei an beeindruckenden Felsformationen, zahlreichen Feldern und wie der Name schon vermuten lässt: An 19 Mühlen. Diese haben alle eine historische Bedeutung für die Region rund um Leonberg, Ditzingen, Hemmingen und Markgröningen. Auf der Strecke des Glemsmühlenwegs passieren Sie auch unser Restaurant und den Biergarten der „Gastronomiewelt Glemstal“. Hier können Sie bei einem kühlen und frischgezapften Bier eine Zeit lang verweilen.

Das traditionsreiche Glemsmühlenwerk

Das Müllerhandwerk und dessen Geschichte kann wohl nirgendwo besser erlebt werden als auf dem Glemsmühlen-Radwanderweg (Glemsmühlenweg) rund um Leonberg.

Bildquelle: Glemsbrunnen im Glemswald in Stuttgart Foto/Urheber: Harke

Bildquelle: Glemsbrunnen im Glemswald in Stuttgart
Foto/Urheber: Harke

Auf 40 km länge, vom Glemseck bei Leonberg bis hin nach Markgröningen, erstreckt sich das Glemstal samt seiner idyllischen Natur. 19 historische Mühlen, an welchen der neugierige Wanderer alles Wissenswerte über die Geschichte des Betriebes erfährt, säumen das Ufer der Glems nebst Streuobstwiesen, Felsformationen, Feldern und unberührtem Wald. Einige dieser Mühlen erfüllen noch heute zuverlässig ihre Aufgabe, es ist sogar möglich das dort gemahlene Getreide direkt zu kaufen.

Die übrigen Mühlen wurden zum Teil zu Wohnhäusern umfunktioniert, andere sind über die Jahrhunderte zerstört oder verfallen. Offiziell wurde der Glemsmühlenweg 2001 eröffnet und wird seither von Jung und Alt zu Fuß oder per Fahrrad erkundet.

Unweit der Gastronomiewelt Glemstal liegen die Mühlen „Tilgshäusles Mühle“, „Scheffelsmühle“ und „Fleischmühle“. Letztere ist noch heute in Betrieb und mahlt Mehl nach alter Tradition.

Die Glems und ihre Umgebung

Der Rotwildpark südlich von Stuttgart ist sowohl Naherholungs- als auch Naturschutzgebiet. Im dort gelegenen Glemswald, nahe dem beeindruckenden Schloß Solitude, entspringt die Glems. Auf einer Länge von ca. 50 km passiert sie unter anderem die Städte Leonberg, Höfingen, Ditzingen, Schwieberdingen und Markgröningen bevor sie bei Unterriexingen in die Enz mündet.

Zwischen Münchingen und Hemmingen folgt bereits seit 1906 die berühmte Strohgäubahn der Glems. Aus der Bahn lässt sich die einzigartige Natur genauso herrlich betrachten wie zu Fuß oder per Rad. Die Glems ist schon seit Jahrhunderten ein wirtschaftlich wichtiger Fluss für die Region Stuttgart und Leonberg. Die Glems, nahe de Bärenschlössle, wurde im Jahr 1566 aufgestaut um den Wassermangel des Stuttgarter Nesenbachs auszugleichen. Der Wasserpegel der Glems wird nicht nur aus einer Quelle beeinflusst. Auf dem Weg zur Enz hat die Glems insgesamt 8 Nebenflüsse, die in sie münden. Der rege Wasserzufluss führt bei starken Niederschlägen oftmals zu Überflutungen und Hochwasser. Den Großteil des Jahres über zeigt sich die Glems allerdings von ihrer sanften und idyllischen Seite. Wer dem Flussverlauf von Leonberg nach Ditzingen folgt passiert am Ortsteil Höfingen den Biergarten der Gastronomiewelt Glemstal.