Zum 20. Mal veranstaltet die Fifa die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer und die Spannung bis zum Turnierbeginn steigt täglich. Das bedeutendste Fußballturnier findet dieses Jahr, wie auch schon im Jahr 1950, in Brasilien statt. Insgesamt nehmen 32 Länder an der Endrunde in Brasilien vom 12.06. bis zum Finale am 13.07. teil. Die Aufteilung der Teilnehmer auf Kontinente fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Mit 13 Teilnehmern ist Europa am stärksten vertreten, gefolgt von Südamerika mit 6 Mannschaften. Hinzu kommen noch 5 Mannschaften aus Afrika, 4 aus Nord- und Mittelamerika sowie 4 Mannschaften aus Asien. Wir befassen uns bis zum Anpfiff in São Paulo am 12.06. mit allen 32 Teilnehmer und schauen dabei besonders auf die deutsche Nationalmannschaft, den Gastgeber Brasilien, den aktuellen Welt- und Europameister Spanien, sowie die weiteren Turnier Favoriten.

Der Gastgeber – Brasilien

Brasilien gehört eindeutig zum Favoritenkreis der WM 2014. Der Rekordweltmeister (5 WM-Titel) steht dabei allerdings unter sehr hohem Erwartungsdruck. Nach frühem Ausscheiden sowohl bei der WM 2006 in Deutschland, als auch bei der FIFA WM 2010 in Südafrika sind die Erwartungen der Fans bei der WM im eigenen Land umso größer. Die Fans hoffen auf Wiedergutmachung und träumen von einem WM-Titel im eigenen Land. Dieses Kunststück gelang schon einigen Mannschaften – Uruguay (1930), Italien (1934), England (1966), Deutschland (1974), Argentinien (1978) und Frankreich (1998). Brasilien hatte schon einaml die Chance 1950 als die WM im eigenen Land ausgetragen wurde. Hier unterlag Brasilien jedoch im letzten Spiel gegen Uruguay unglücklich mit 2:1. Beim Confed-Cup 2013 spielte die brasilianische Nationalmannschaft sehr stark und schlug sogar den amtierenden Welt- und Europameister Spanien ganz souverän mit 3:0 im Finale. Es wird sich zeigen wie Brasilien mit dem Druck umgeht und ob die Fans geschlossen hinter ihrer Mannschaft stehen oder ob es wie bereits 2013 beim Confederations Cup zu Ausschreitungen wegen der WM kommen wird.

Das Team von Brasilien ist dieses Jahr so stark wie seit langem nicht mehr. Neben dem neuen Superstar Neymar (FC Barcelona) der erst letztes Jahr für über 50 Millionen Euro nach Spanien gewechselt ist, stehen auch erfahrene Spieler von europäischen Top-Clubs wie David Luiz (FC Chelsea), Dante (FC Bayern München, Championsleaguesieger 2013) oder Luiz Gustavo (VfL Wolfsburg, Championsleaguesieger 2013) im Team.

Als Gastgeber war Brasilien automatisch qualifiziert und stand auch schon als Teilnehmer der Gruppe A fest. Sie bestreiten am 12.06. das Eröffnungsspiel gegen Kroatien. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Mexiko und Kamerun, alles lösbare Aufgaben für die Mannschaft.