Das Grillen – eine Kunst, etwa so alt wie der moderne Mensch und damit die älteste Garmethode überhaupt.

Schon in der Steinzeit, als unsere Urahnen gelernt hatten das Feuer zu kontrollieren und selbst zu erzeugen, wurde das frisch erlegte Jagdgut über dem offenen Feuer gegart. Dies war schließlich deutlich bekömmlicher als der Verzehr von rohem Fleisch. In vielen verschieden Teilen der Erde entwickelten die jeweiligen Urvölker diverse Methoden, ihr Fleisch zuzubereiten. Bereits im 4. Jahrhundert grillten die Römer auf den ersten, eigens angefertigten Grillrosten die ersten Bratwürste. Vom lateinischen Wort craticulum für „Flechtwerk, kleiner Rost“, leitet sich übrigens auch das Wort „Grillen“ ab.

Obwohl die Thüringer Rostbratwurst bereits 1450 erstmals erwähnt wurde, hielt sich die Begeisterung für die Fleisch Gärung am /auf / im Feuer in Deutschland eher in Grenzen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg, als es wirtschaftlich langsam wieder bergauf ging und die Leute sich Fleisch leisten konnten, war es dann so weit: Ein Mann, ein Fleisch, ein Grill – eine neue Liebe war geboren. Die Grillerei entwickelte sich schnell zu einem wahren Volkssport. Mittlerweile bekommt man allerdings auch oft diesen Anblick zu Gesicht: Der bierbäuchige Endvierziger, der vor seinem Campinganhänger irgendwo zwischen Bottrop und Wuppertal an einem wackeligen Grillgestell sitzt und bei 3-10 Bier ein paar Würstchen gart – ein Bild längst verblichener Grillromantik.

Heute, in Zeiten der Kugelgrills, Smoker, Barbecue-Weltmeisterschaften usw. ist das Grillen eine Wissenschaft für sich und die Grillparty zu einem gesellschaftsfähigen Event geworden. Gut so, finden auch wir in der Gastronomiewelt Glemstal und freuen uns Tag für Tag darauf neue Glut zu entfachen, Herrscher über das Feuer zu sein und Ihnen ein besonderes Grillerlebnis zu bieten.

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